Montag, 11. April 2016

Ein Rundgang durch Dachau


Dachau als Künstlerkolonie


Am Wochenende waren wir mit Monas Eltern in Dachau - zugegeben das erste Mal, obwohl man von uns aus in 30 Minuten dort ist. Mit Dachau verbindet jeder zuerst das ehemalige Konzentrationslager, im März 1933 kurz nach Hitlers Machtergreifung eingerichtet und später als Modelllager für alle weiteren Konzentrationslager genutzt (zur Seite der KZ-Gedenkstätte geht es hier entlang). Deshalb war uns auch gar nicht so klar, dass Dachau auch eine Geschichte als Künstlerkolonie hat und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sehr viele Landschaftsmaler hier lebten und arbeiteten. Auf ihren Spuren kann man auf einem drei Kilometer langen Spaziergang durch das Künstlerdorf Etzenhausen auf Entdeckungsreise gehen, Wohnhäuser, Gaststätten und beliebte Motive entdecken.

Altstadt und Dachauer Bezirksmuseum


Nach unserer Ankunft in Dachau und einem kleinen Fußweg vom Parkplatz am Bahnhof hoch in die an einem Berg gelegene Altstadt wurden wir zum Glück auf den StadtErlebnisPlan (zu bestellen hier) aufmerksam, eine Karte der Altstadt, auf die drei verschiedene Folien mit Vorschlägen für Rundgänge gelegt werden können. So konnten wir eine schöne Runde durch die Altstadt laufen, ehe wir das eigentliche Ziel unseres Ausflugs angesteuert haben: Das Dachauer Bezirksmuseum. Hier läuft aktuell eine gut gemachte Ausstellung über Schokolade, das Museum beherbergt aber auch eine tolle Dauerausstellung zur Kulturgeschichte und Volkskunde der Stadt mit zahlreichen beeindruckenden Exponaten und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Hofgarten und Kaffee und Kuchen


Natürlich sehr sehenswert und schon zu dieser Jahreszeit sehr schön bunt ist der Hofgarten hinter dem Schloss, der mit Obstbäumen, Laubengängen aus Linden und Blumenrabatten gestaltet ist und von dem man einen wunderschönen Blick auf München hat - vorausgesetzt es ist nicht trüb und grau wie am vergangenen Samstag.

Natürlich gab es nach dem langen Museumsbesuch auch Kaffee und Kuchen - auf Anraten der netten Dame an der Museumskasse im unweit gelegenen Café Weissenbeck (Konrad-Adenauer-Straße 22), dessen Torten an Tischen mit alten, bestickten Tischdecken serviert werden. Wer zu den Ladenöffnungszeiten in Dachau ist und gerne die Strick- und Häkelnadeln schwingt, sollte sich die große Wollauswahl im Cottonclub nicht entgehen lassen.

Montag, 4. April 2016

Ein Besuch in Augsburg

Kaffeetrinken in der "Schwarzen Kiste", Falafelessen, Frühstück im Picnic, Markt, Dom, Museum der Ausgburger Puppenkiste, Textilmuseum.

Ein Wochenende in Augsburg


Im Januar waren wir für ein Wochenende in Augsburg. Wieder einmal in einer schön zentral gelegenen Wohnung, die wir über airbnb gefunden haben. Das Wochenende in Augsburg war kalt und verschneit, trotzdem haben wir mit einem Freund zusammen am Samstag große Teile der Stadt zu Fuß durchquert, den Dom besichtigt, das Rathaus angesehen und einen Blick in die Fuggerei geworfen (zu den Sehenswürdigkeiten findet ihr auf der Seite der Stadt Augsburg nähere Informationen). Den Sonntag haben wir für zwei Museumsbesuche genutzt, ehe wir wieder zurück nach München gefahren sind. Augsburg ist eine schöne, kleine Stadt, die wir jedem für einen Wochenendtrip an's Herz legen können.

Museen in Augsburg


Augsburger Puppenkiste: Ein Besuch des Museums der Augsburger Puppenkiste war natürlich ein absolutes Muss und ein Wiedersehen mit den Helden der Kindheit - Lukas und Jim, Schlupp vom Grünen Stern, Urmel und natürlich Don Blech mit der Blechbüchsenarmee. Leider darf man die Fotos vom Museum nicht veröffentlichen - deshalb müsst ihr euch die tolle Mischung aus Informationen, Originalpuppen, den nachgebauten Landschaften aus den Filmen, Musik und Licht eben vorstellen. Oder ihr fahrt selbst hin und schaut es euch an. Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen toll.

Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg: Ein Highlight in Augsburg und uneingeschränkt empfehlenswert. Die Ausstellung vermittelt den gesamten Textilkreislauf von den Rohstoffen, der Verarbeitung, Veredelung bis hin zum Endprodukt gepaart mit der Geschichte Augburgs als bedeutende Textilstadt. Wir hatten außerdem das Glück, ganz allein an einer Führung durch die Maschinenabteilung teilnehmen zu können, bei der uns ehemalige Mitarbeiter der Textilindustrie die Funktionsweise von Web- und Strickmaschinen erklärt haben. Das Museum ist auch für Kinder sehr schön erlebbar, weil an verschiedenen Stationen die einzelnen Arbeitsschritte in der Textilverarbeitung nachvollzogen werden können (Fühlen von Material, Kardieren von Wolle, Weben, Stricken, Bedrucken usw.).

Kaffee, Kuchen und leckeres Essen


Schwarze Kiste: Die schwarze Kiste ist DER Ort zum Kaffeetrinken in Augsburg und so sind wir kurz nach der Ankunft auch direkt in die Filiale am Königsplatz gelaufen, um guten Münchner Kaffee von JB zu trinken und richtig leckeres Gebäck zu essen.

Shushu Falafel: Ein Tipp unserer Freundin Steffi. Sehr leckere Kichererbsenbällchen neben allerlei Soßen und Gemüse. Man bestellt an der Theke, sucht sich einen schönen Platz in der oberen Etage und bekommt das Essen dann dorthin gebracht.

Picnic: Unser Frühstück am Sonntag Morgen. Schön eingerichtet, leckeres Essen und endlich mal wieder Matcha Latte.

Poseidon: Abendessentipp von unserem airbnb-Vermieter direkt gegenüber unserer Wohnung. Leckeres, griechisches Essen.

Stadtmarkt Ausgburg: Beim Schlendern über den Markt hätten wir am liebsten sofort einen Großeinkauf getätigt um damit in der Küche zu verschwinden. Eine wirklich tolle und große Auswahl, in der Halle selbst gibt es verschiedene Essens- und Spezialitätenstände.