Donnerstag, 9. Oktober 2014

Amsterdam - eine Tour durch den Jordaan


Zu Fuß durch das Stadtviertel Jordaan


Wir sind der Meinung, dass man eine Stadt besonders gut kennenlernt, wenn man nicht von Touristenattraktion zu Touristenattraktion rennt, sondern sich die Zeit nimmt, einzelne Stadtviertel zu Fuß zu erkunden. Deshalb haben wir uns in Amsterdam für jeden Tag ein anderes Viertel vorgenommen und wahre Überraschungen erlebt. Tag eins war allerdings für einen Klassiker reserviert - eine Tour durch den Jordaan und das angrenzende Viertel Haarlemmerbuurt.


Kaffee bei Screaming Beans


Begonnen haben wir den Tag selbstverständlich mit einem guten Kaffee bei den Screaming Beans in der Hartenstraat. Übrigens ist es immer interessant zu sehen, wie die einzelnen Röstereien ihren Kaffee servieren - und hier wurde das erste Mal live am Tisch gebrüht, mit vorheriger ausführlicher Beratung durch den Barista.


Einkaufen in den schönsten Geschäften Amsterdams


Was in Amsterdam sofort auffällt, ist die unglaublich kreative und detailverliebte Ausstattung und Dekoration der Geschäfte. Man fühlt sich teilweise an fremde Orte und in vergangene Zeiten versetzt, sobald man die Ladentür passiert hat. Besonders schöne Orte zum Einkaufen und Bummeln sind das Six and Sons, A piece of Finland (beide Harlemmerdijk), der Keramikladen Kleikollektief (Hartenstraat, gegenüber von Screaming Beans), Universe on a T-Shirt und Sukha Amsterdam.




Natürlich haben wir nicht nur Läden angeschaut, sondern auch das Leben an den Grachten beobachtet - zum Beispiel den Bagger, der die Kanäle der Stadt von Fahrradwracks und Metallschrott befreit. Oder die zahlreichen Hausboote mit bunten Bemalungen, kleinen Decksgärten und Fahrrädern vor der Anlegestelle. Bei airbnb gab es auch Hausboote zu mieten - vielleicht sollten wir das bei unserem nächsten Amsterdam-Besuch einmal ausprobieren!?


Zufallsfund Art Deco Sauna


Dass die Amsterdamer Häuser besonders schön anzuschauen sind (aber meistens tückisch-steile Treppenhäuser haben), ist kein Geheimnis. Dass sich hinter einigen Fenstern unerwartete Dinge befinden, vielleicht auch nicht. Aber mit einer Art Deco-Sauna hinter der Fassade eines unscheinbaren Hauses hatten wir nicht gerechnet. Im Rahmen der Amsterdamer Popup-week führte uns der Sohn der Eigentümerfamilie durch alle Räume - die Innenausstattung aus den 1920ern stammt aus einem Pariser Warenhaus und wurde 1979 vor der Verschrottung gerettet und nach Amsterdam gebracht.


Kaffeetrinken bei Headfirst Coffe Roasters


Am Nachmittag haben wir auch einen Abstecher zu den Headfirst Coffee Roasters gemacht und die aktuellen Brühkaffees getestet. Kleine Entdeckung am Rande - John Lemon, eine unglaublich gute Rhabarberlimo. Die Rösterei hat auch einen Instagram-Account und kürzlich wurden dort einige Interviews mit den Besitzern und Baristas veröffentlicht.

Das Abendessen kauften wir im Marqt, einem sehr schicken Bio-Supermarkt in der Haarlemmerstraat - sogar Biosupermärkte sind in Amsterdam stylisch!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Willkommen in Amsterdam


Eine Woche Amsterdam...


Den zweiten Teil unseres Sommerurlaubs verbrachten wir dieses Jahr in Amsterdam. Und das erste Mal buchten wir für den Aufenthalt eine private Wohnung über airbnb im Stadtteil Van Galenbuurt. Mit einer perfekten Anbindung an Bus und Tram konnte man von dort aus in 15 Minuten in der Innenstadt sein - der Fußweg stellte sich allerdings auch als sehr lohnenswert heraus, denn bereits bei unserer Erkundungstour nach der Ankunft - noch ohne Plan und Ziel - stolperten wir über die erste Kaffeerösterei am Mercatorplein - white label coffee.


Vom Mercatorplein in die Innenstadt


Ein bisschen überrascht, dass gleich hinter der zweiten Straßenecke ein frisch gebrühter Filterkaffee auf uns wartet, vergaßen wir, auf die Öffnungszeiten zu achten, bestellten, blätterten in den Zeitschriften und wurden um halb sieben darauf hingewiesen, dass man eigentlich schon geschlossen habe. Mit einer Packung Kenya Kirinyaga landete noch schnell das erste Amsterdam-Souvenir in unseren Taschen, ehe wir uns auf den weiteren Weg Richtung Rozengracht und Innenstadt machten, um schließlich den Abend im Brandstof ausklingen zu lassen - mit sehr leckerem Burger und Bier. Die schönen Läden links und rechts unserer Route mussten wir uns für den folgenden Montag aufheben. Auch in Amsterdam haben am Sonntag die Geschäfte leider geschlossen.


Die Erkundungstour des Vorabends machte die Suche nach einem guten Frühstück relativ einfach - im Café Louter gab's zum frischgepressten O-Saft getoastetes Brot und - auch wenn es auf dem Handyknipsfoto vielleicht nicht so aussieht - den besten Gouda seit langem.

Der Vorteil eines airbnb-Appartements ist übrigens, dass man (zumindest in unserem Fall) eine voll ausgestattete Küche zur Verfügung hat und nicht jeden Tag auswärts essen muss. Wir nutzten sie zwar dann doch nur, um Frühstück und kaltes Abendbrot zu machen, aber ein Einkauf bei Bilder & de Clercq wäre eine gute Alternative gewesen. Das Geschäft funktioniert ähnlich wie das deutsche Kochhaus: man kauft die Zutaten nach Rezept ein und es landet immer nur so viel im Warenkorb, wie man auch tatsächlich benötigt. In München sind wir große Fans des "begehbaren Rezeptbuchs" und allein wegen der tollen Aufmachung sollte man hier mal vorbeischauen, wenn man in der Gegend ist.


Nachhaltige und handgefertigte Produkte einkaufen


Am Vorabend auf die "müssen wir unbedingt ansehen"-Liste gewandert waren auch zwei Shops in der Rozengracht. Guus ist ein Laden für nachhaltig produzierte, schöne Dinge - Wohnaccessoires, Taschen, Papeterie, T-Shirts und Kleinkram. Wir kauften einige Postkarten der niederländischen Illustratorin Lieke van der Vorst und wechselten dann die Straßenseite, um The new label project einen Besuch abzustatten.


Hinter dem langen Shopnamen verbirgt sich eine Fachvermietung für handgefertigte Einzelstücke, insbesondere für Schmuck. Wir besuchen solche Läden nicht nur deshalb gerne, weil wir lokal produzierte, handgefertigte Dinge sehr schätzen, sondern auch, weil Mona in München mit einigen Kolleginnen einen Atelierladen mit einem ähnlichen Konzept betreibt. In den liebevoll arrangierten Fächern fanden wir auch einige interessante Schmuckstücke, die mit Hilfe von 3D-Druckern gefertigt waren. Von der Rozengracht aus ging's weiter in's Jordaan - mit noch mehr gutem Kaffee und weiteren hübschen Geschäften. Den Bericht dazu gibt's in den nächsten Tagen hier auf dem Blog.

Ohne Fotos, aber trotzdem Tipps für diesen Bezirk sind das Restaurant Mazzo (sehr stylisches Ambiente, gehobener Service bei absolut moderaten Preisen), das Perlenparadies Coppenhagen kralen und natürlich Kitsch Kitchen  mit einer großen Auswahl an bunten Dingen und Wachstuchprodukten aller Art.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Kaffee und Kuchen in München - Man versus Machine (Glockenbachviertel)




Wir sind zurück aus dem Sommerurlaub. Und bevor wir uns an's Sortieren der Bilder von La Palma und Amsterdam machen, berichten wir euch noch schnell über eine neue Rösterei in München - Man versus Machine. Während Norman bereits zur Eröffnung dort war und einige Bilder geknipst hat, waren wir gestern das erste Mal zusammen mit Freunden dort einen Kaffee trinken. Die Rösterei mit Café und dem markanten Krokodil an der Scheibe liegt in der Müllerstraße, kurz vor der Kreuzung zur Fraunhofer Straße - mit Tramhaltestelle vor der Tür.

Die Räume sind stylisch eingerichtet, mit Metro-Fliesen, Fahrradrahmen und Plakaten an den Wänden. Zum sehr guten Kaffee aus Kenya (Aeropress und V60) gab's leckeren Schokokuchen und eine nette Beratung durch den Barista. Auch Cappuccino, heiße Schokolade und das Teesortiment verdienen ein "Daumen hoch!". In den Regalen findet man neben dem selbstgerösteten Kaffee (leider konnten wir noch keinen Onlineshop oder eine Übersicht über die aktuellen Sorten finden) auch einiges Kaffeezubehör.


Man versus Machine
Müllerstraße 23
80469 München
Website