Sonntag, 17. August 2014

Dresden - Rund um's Blaue Wunder


Rund um's Blaue Wunder befinden sich die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz und - wenn man Schwebe- oder Standseilbahn benutzt - auch die Stadtteile Weißer Hirsch und Oberloschwitz sowie die Elbschlösser. Wir haben diese Ecke Dresdens sowohl im April als auch kürzlich im Juli mit einem großen Spaziergang erkundet - hier kann man schöne Läden, interessante Architektur und deutsche Ingenieurskunst gleichermaßen finden und hat, bei gutem Wetter, einen herrlichen Blick über die Elbe.


Start am Blauen Wunder


Das Blaue Wunder, an dem unsere Rundgänge jeweils starteten, ist die Loschwitzer Brücke. Sie wurde 1893 als fünfte Elbbrücke erbaut und hat den zweiten Weltkrieg weitestgehend unbeschadet überstanden. Der Volksmund bezeichnet sie aufgrund ihrer hellblauen Farbe und der für ihre Entstehungszeit ungewöhnlichen Stahlbauweise ohne Stützpfeiler in der Elbe als Blaues Wunder.


Fassbrause im Schillergarten und Eierschecke im Café Toskana

Fassbrause im Schillergarten Auf dem linken Elbufer, direkt am Blauen Wunder gelegen, befindet sich die Gaststätte Schillergarten. Im großen Biergarten hat man einen schönen Blick auf die Elbe, den Stadtteil Loschwitz, die Elbschlösser und die vorbeifahrenden Elbdampfer. Immer, wenn wir in Dresden unterwegs sind, muss es einmal Fassbrause geben - auch, weil man davon so schöne Fotos machen kann.
Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Café Toskana. Nach Recherchen in Normans Familie gibt es in diesem Traditionscafé die beste Eierschecke Dresdens - auch wenn das Drumherum eher für die ältere Generation gestaltet ist.


Blasewitz selbst ist ein schönes Villenviertel und es lohnt sich, ein wenig durch die Straßen zu schlendern. Besonders idyllisch gelegen ist das Standesamt in der Goetheallee, das von einem kleinen Park umgeben ist.



Handgefertigtes in Loschwitz


Überquert man die Elbe, gelangt man in den Stadtteil Loschwitz. Unter den Läden, die sich dort finden, möchten wir besonders das Kleinod Dresden herausheben; einen liebevoll eingerichteten Laden, der handgefertigte Produkte wie Schmuck, Papeterie, Porzellan und andere schöne Dinge verkauft. Direkt daneben befindet sich das Loop, ein Laden mit ausgewählter Kleidung, Dekoration und Kleinmöbeln.


Mit der Schwebebahn nach Oberloschwitz


Mit der 1901 errichteten Schwebebahn erreicht man nach viereinhalb Minuten von Loschwitz aus den 84 Meter höher gelegenen Stadtteil Oberloschwitz. An der Bergstation kann man sich in einer kleinen Ausstellung über die technischen Details der Schwebebahn informieren und hat zudem einen fantastischen Blick über die Elbe und Dresden. Außerdem finden sich hier einige sehr schöne Häuser und Gärten - ein kleiner Rundgang durch das Viertel, bevor man die Rückfahrt antritt, sei hier ausdrücklich empfohlen.


Mit der Standseilbahn zur Bergstation Weißer Hirsch


Eine andere Möglichkeit ist es, nach kleiner Fassbrausen-Pause im Körnergarten auf der rechten Elbseite, die Standseilbahn zu besteigen, deren Talstation nur wenige Meter von der der Schwebebahn entfernt liegt. Sie bringt ihre Passagiere seit 1895 in fünf Minuten zur Bergstation Weißer Hirsch und überwindet dabei 95 Höhenmeter. Es macht Sinn, hier keinen Rückfahrschein zu lösen, sondern durch den Statdteil Weißer Hirsch in Richtung der drei Elbschlösser Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg zu laufen.


Weil wir ausgerechnet den Tag vor der Schlössernacht erwischt haben, wurden überall Bühnen, Zelte und Beleuchtung aufgebaut - deshalb war es mit dem Fotografieren etwas schwierig. Aber es gab Kuchen und Limo im Biergarten auf Schloss Eckberg, mit Blick auf die Elbe und den Weinberg.

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