Sonntag, 13. Juli 2014

Ausflug nach Hann. Münden



"Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen. Und hier entsteht durch diesen Kuss, Deutsch bis zum Meer, der Weserfluss." 



Ein Besuch in der kleinen Fachwerkstadt Hann. Münden (Hannoversch Münden) beginnt meistens am Weserstein, der den Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser markiert. Die Dreiflüssestadt liegt zwischen Kassel und Göttingen im südlichen Niedersachsen und ist für einen kleinen Tagesausflug immer ein schönes Ziel - auch mit dem Fahrrad, denn in Hann. Münden verlaufen vier große Radwege entlang der Flüsse Weser, Werra, Fulda sowie der Weser-Harz-Heide-Radweg. Wir sind mit den Auto angereist, das man am besten direkt am Weserstein auf dem kostenlosen Parkplatz abstellt, um dann die Innenstadt zu Fuß zu erkunden.


Dr. Eisenbarth und das Glockenspiel im Rathaus


Erstes Anlaufziel ist das Rathaus mit dem farbenprächtigen Eingang inmitten der Altstadt. Touristisch gesehen war es für Hann. Münden ein echter Glücksfall, dass hier 1727 der Chirurg Dr. Andreas Eisenbarth verstarb. Neben Eisenbarth-Festspielen, Sprechstunden und diversen Souvenirs ist eins der Eisenbarth-Highlights das dreimal täglich erklingende Glockenspiel im Rathaus (das Trinklied aus dem 18. Jahrhundert düfte allen, die einmal im Besitz einer "Mundorgel" oder einer ähnlichen Liedsammlung waren, bekannt sein).


Wir haben uns gleich zu Beginn unserer Tour durch die Stadt in der Touristeninformation im Radhaus eine kleine Broschüre geholt, die einige Infos zu den historisch bedeutendsten Fachwerkhäusern und Bauwerken sowie einen Stadtplan enthält. Perfekt für den Gang durch die kleinen Gassen der Stadt.


Kaffee in der Kirche?


Krumm und schief, mit Sprüchen und verzierten Türen, geschnitzten Figuren und witzigen Details - in Hann. Münden gibt es 700 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Hinter jeder Ecke befindet sich ein neues interessantes Detail. Und dank der zahlreichen Infotafeln erfährt man auch ohne Stadtführer einiges zur Bauweise, zu den Bewohnern und der Funktion der Gebäude.


Zu Kaffee und Kuchen kamen wir übrigens durch Zufall - als wir um die Aegidien Kirche herumgelaufen waren, fanden wir zu unserem Erstaunen ein Café in den Innenräumen. 2006 wurde die mittelalterliche Kirche entwidmet, jetzt gibt es dort Kaffee und Kuchen, Snacks und ein Frühstücksbuffet. Defeinitiv ein Ort, den man besuchen sollte, wenn man in Hann. Münden ist.

Und beim nächsten Mal müssen wir dann unbedingt das Welfenschloss ansehen...

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