Donnerstag, 9. Oktober 2014

Amsterdam - eine Tour durch den Jordaan


Zu Fuß durch das Stadtviertel Jordaan


Wir sind der Meinung, dass man eine Stadt besonders gut kennenlernt, wenn man nicht von Touristenattraktion zu Touristenattraktion rennt, sondern sich die Zeit nimmt, einzelne Stadtviertel zu Fuß zu erkunden. Deshalb haben wir uns in Amsterdam für jeden Tag ein anderes Viertel vorgenommen und wahre Überraschungen erlebt. Tag eins war allerdings für einen Klassiker reserviert - eine Tour durch den Jordaan und das angrenzende Viertel Haarlemmerbuurt.


Kaffee bei Screaming Beans


Begonnen haben wir den Tag selbstverständlich mit einem guten Kaffee bei den Screaming Beans in der Hartenstraat. Übrigens ist es immer interessant zu sehen, wie die einzelnen Röstereien ihren Kaffee servieren - und hier wurde das erste Mal live am Tisch gebrüht, mit vorheriger ausführlicher Beratung durch den Barista.


Einkaufen in den schönsten Geschäften Amsterdams


Was in Amsterdam sofort auffällt, ist die unglaublich kreative und detailverliebte Ausstattung und Dekoration der Geschäfte. Man fühlt sich teilweise an fremde Orte und in vergangene Zeiten versetzt, sobald man die Ladentür passiert hat. Besonders schöne Orte zum Einkaufen und Bummeln sind das Six and Sons, A piece of Finland (beide Harlemmerdijk), der Keramikladen Kleikollektief (Hartenstraat, gegenüber von Screaming Beans), Universe on a T-Shirt und Sukha Amsterdam.




Natürlich haben wir nicht nur Läden angeschaut, sondern auch das Leben an den Grachten beobachtet - zum Beispiel den Bagger, der die Kanäle der Stadt von Fahrradwracks und Metallschrott befreit. Oder die zahlreichen Hausboote mit bunten Bemalungen, kleinen Decksgärten und Fahrrädern vor der Anlegestelle. Bei airbnb gab es auch Hausboote zu mieten - vielleicht sollten wir das bei unserem nächsten Amsterdam-Besuch einmal ausprobieren!?


Zufallsfund Art Deco Sauna


Dass die Amsterdamer Häuser besonders schön anzuschauen sind (aber meistens tückisch-steile Treppenhäuser haben), ist kein Geheimnis. Dass sich hinter einigen Fenstern unerwartete Dinge befinden, vielleicht auch nicht. Aber mit einer Art Deco-Sauna hinter der Fassade eines unscheinbaren Hauses hatten wir nicht gerechnet. Im Rahmen der Amsterdamer Popup-week führte uns der Sohn der Eigentümerfamilie durch alle Räume - die Innenausstattung aus den 1920ern stammt aus einem Pariser Warenhaus und wurde 1979 vor der Verschrottung gerettet und nach Amsterdam gebracht.


Kaffeetrinken bei Headfirst Coffe Roasters


Am Nachmittag haben wir auch einen Abstecher zu den Headfirst Coffee Roasters gemacht und die aktuellen Brühkaffees getestet. Kleine Entdeckung am Rande - John Lemon, eine unglaublich gute Rhabarberlimo. Die Rösterei hat auch einen Instagram-Account und kürzlich wurden dort einige Interviews mit den Besitzern und Baristas veröffentlicht.

Das Abendessen kauften wir im Marqt, einem sehr schicken Bio-Supermarkt in der Haarlemmerstraat - sogar Biosupermärkte sind in Amsterdam stylisch!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Willkommen in Amsterdam


Eine Woche Amsterdam...


Den zweiten Teil unseres Sommerurlaubs verbrachten wir dieses Jahr in Amsterdam. Und das erste Mal buchten wir für den Aufenthalt eine private Wohnung über airbnb im Stadtteil Van Galenbuurt. Mit einer perfekten Anbindung an Bus und Tram konnte man von dort aus in 15 Minuten in der Innenstadt sein - der Fußweg stellte sich allerdings auch als sehr lohnenswert heraus, denn bereits bei unserer Erkundungstour nach der Ankunft - noch ohne Plan und Ziel - stolperten wir über die erste Kaffeerösterei am Mercatorplein - white label coffee.


Vom Mercatorplein in die Innenstadt


Ein bisschen überrascht, dass gleich hinter der zweiten Straßenecke ein frisch gebrühter Filterkaffee auf uns wartet, vergaßen wir, auf die Öffnungszeiten zu achten, bestellten, blätterten in den Zeitschriften und wurden um halb sieben darauf hingewiesen, dass man eigentlich schon geschlossen habe. Mit einer Packung Kenya Kirinyaga landete noch schnell das erste Amsterdam-Souvenir in unseren Taschen, ehe wir uns auf den weiteren Weg Richtung Rozengracht und Innenstadt machten, um schließlich den Abend im Brandstof ausklingen zu lassen - mit sehr leckerem Burger und Bier. Die schönen Läden links und rechts unserer Route mussten wir uns für den folgenden Montag aufheben. Auch in Amsterdam haben am Sonntag die Geschäfte leider geschlossen.


Die Erkundungstour des Vorabends machte die Suche nach einem guten Frühstück relativ einfach - im Café Louter gab's zum frischgepressten O-Saft getoastetes Brot und - auch wenn es auf dem Handyknipsfoto vielleicht nicht so aussieht - den besten Gouda seit langem.

Der Vorteil eines airbnb-Appartements ist übrigens, dass man (zumindest in unserem Fall) eine voll ausgestattete Küche zur Verfügung hat und nicht jeden Tag auswärts essen muss. Wir nutzten sie zwar dann doch nur, um Frühstück und kaltes Abendbrot zu machen, aber ein Einkauf bei Bilder & de Clercq wäre eine gute Alternative gewesen. Das Geschäft funktioniert ähnlich wie das deutsche Kochhaus: man kauft die Zutaten nach Rezept ein und es landet immer nur so viel im Warenkorb, wie man auch tatsächlich benötigt. In München sind wir große Fans des "begehbaren Rezeptbuchs" und allein wegen der tollen Aufmachung sollte man hier mal vorbeischauen, wenn man in der Gegend ist.


Nachhaltige und handgefertigte Produkte einkaufen


Am Vorabend auf die "müssen wir unbedingt ansehen"-Liste gewandert waren auch zwei Shops in der Rozengracht. Guus ist ein Laden für nachhaltig produzierte, schöne Dinge - Wohnaccessoires, Taschen, Papeterie, T-Shirts und Kleinkram. Wir kauften einige Postkarten der niederländischen Illustratorin Lieke van der Vorst und wechselten dann die Straßenseite, um The new label project einen Besuch abzustatten.


Hinter dem langen Shopnamen verbirgt sich eine Fachvermietung für handgefertigte Einzelstücke, insbesondere für Schmuck. Wir besuchen solche Läden nicht nur deshalb gerne, weil wir lokal produzierte, handgefertigte Dinge sehr schätzen, sondern auch, weil Mona in München mit einigen Kolleginnen einen Atelierladen mit einem ähnlichen Konzept betreibt. In den liebevoll arrangierten Fächern fanden wir auch einige interessante Schmuckstücke, die mit Hilfe von 3D-Druckern gefertigt waren. Von der Rozengracht aus ging's weiter in's Jordaan - mit noch mehr gutem Kaffee und weiteren hübschen Geschäften. Den Bericht dazu gibt's in den nächsten Tagen hier auf dem Blog.

Ohne Fotos, aber trotzdem Tipps für diesen Bezirk sind das Restaurant Mazzo (sehr stylisches Ambiente, gehobener Service bei absolut moderaten Preisen), das Perlenparadies Coppenhagen kralen und natürlich Kitsch Kitchen  mit einer großen Auswahl an bunten Dingen und Wachstuchprodukten aller Art.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Kaffee und Kuchen in München - Man versus Machine (Glockenbachviertel)




Wir sind zurück aus dem Sommerurlaub. Und bevor wir uns an's Sortieren der Bilder von La Palma und Amsterdam machen, berichten wir euch noch schnell über eine neue Rösterei in München - Man versus Machine. Während Norman bereits zur Eröffnung dort war und einige Bilder geknipst hat, waren wir gestern das erste Mal zusammen mit Freunden dort einen Kaffee trinken. Die Rösterei mit Café und dem markanten Krokodil an der Scheibe liegt in der Müllerstraße, kurz vor der Kreuzung zur Fraunhofer Straße - mit Tramhaltestelle vor der Tür.

Die Räume sind stylisch eingerichtet, mit Metro-Fliesen, Fahrradrahmen und Plakaten an den Wänden. Zum sehr guten Kaffee aus Kenya (Aeropress und V60) gab's leckeren Schokokuchen und eine nette Beratung durch den Barista. Auch Cappuccino, heiße Schokolade und das Teesortiment verdienen ein "Daumen hoch!". In den Regalen findet man neben dem selbstgerösteten Kaffee (leider konnten wir noch keinen Onlineshop oder eine Übersicht über die aktuellen Sorten finden) auch einiges Kaffeezubehör.


Man versus Machine
Müllerstraße 23
80469 München
Website

Donnerstag, 11. September 2014

Kaffee und Kuchen unterwegs - Máma mele kafe in Opava (CZ)


Stadtrundgang in Opava - und ein Lastenrad mit Espressomaschine


Als ich letztes Wochenende nach über 700km Autofahrt mit meinen Kollegen in der tschechischen Stadt Opava (deutsch: Troppau) angekommen bin (um die sechste Hochzeit in diesem Jahr zu feiern), hätte ich nicht gedacht, dass ich am nächsten Tag im Park auf ein Lastenrad mit Espressomaschine und Aeropress treffen würde. Markéta und Lukas haben ihren mobilen Kaffeeladen selber gebaut und hatten gerade ihren dritten Arbeitstag gestartet. Für die Aeropress verwenden sie Kaffee der Midnight Roasters aus dem 20km entfernten Vitkov - 18g haben sie mir geschenkt und auch im V60-Filter machen sich die Bohnen (Ethiopia Biru Bekele) wirklich gut! Ich habe mich sehr gefreut, die beiden kennenzulernen und durfte freundlicherweise auch ein Foto vom Team von Máma mele kafe schießen - ihr findet die beiden übrigens auf Facebook.


Es war für mich die erste Reise nach Opava - aber ganz sicher nicht die letzte. Ich hoffe, dass wir schon im nächsten Frühjahr wieder nach Tschechien reisen können - und dass nicht nur wegen der tollen und farbenprächtigen Fassaden!

mona

Dresden reloaded - ein Wochenende in Ebflorenz


Dresden Neustadt - erstmal einen Kaffee im Oswaldz


Bevor es für uns am Samstag endlich in den Sommerurlaub geht, waren wir vorletztes Wochenende noch einmal für drei Tage in Dresden. Erstes Ziel war am Freitag Nachmittag das Oswaldz in der Neustadt - wie hatten nämlich recherchiert, dass es dort den Kaffee der Dresdner phoenix coffee roasters gibt.


Zwischen zwei Wolkenbrüchen gelangten wir trockenen Fußes in die Bautznerstraße 9 und entschieden uns, einen Platz im Café den Tischen und Stühlen im Hof vorzuziehen - eine gute Entscheidung, denn so konnte man dem netten Mann hinter dem Tresen beim Zubereiten von Flat White und Brühkaffee über die Schulter schauen. Besonders gut gefallen hat uns, dass im Café kleine Karten mit Infos zum Kaffee auslagen - so konnte man ein bisschen mehr darüber erfahren, wo die Kaffeerösterei ihre Bohnen kauft und warum der Kaffee so viel teurer ist, als die Ware im Supermarkt. Zum Schluss kauften wir noch eine Packung Black Phoenix 15 und wechselten vom Kaffeeparadies ins Papierparadies gleich nebenan.

Im art+forum gibt es alles, was das Papierliebhaberherz höher schlagen lässt. Hefte, Stifte, Aufkleber, Papeterie und kleine Geschenke stapeln sich in der rechten Ladenhälfte bis an die Decke, während man hinter dem linken Eingang eine große Auswahl an Postkarten, Kalendern, Bilderrahmen und Drucken findet. Ein toller Laden zum Stöbern!


Erdnussbuttereis in der TikiBar und Hechtfest mit Pulled Pork


Und weil ein Dresdenbesuch ohne Erdnussbuttereis kein richtiger Dresdenbesuch ist, ging es wieder einmal in die Kunsthofpassagen (vorbei am Kitsch- und Trödelladen Cottage 17 in der Alaunstraße 17) zur Tiki Bar. Den Freitag Abend verbrachten wir dann - wie auch den Samstag Abend - auf dem Hechtfest mit leckerem Essen und jeder Menge Livemusik. Leider konnten wir nicht mehr ausfindig machen, von welchem Lokal der Stand mit Gewürzkaffee und Baklava war, aber Norman kann immerhin die Pulled pork-Burger vom Dampfschwein empfehlen.



Bevor wir Dresden am Sonntag wieder verlassen mussten, haben wir endlich den zweiten Teil der Dauerausstellung im Militärhistorischen Museum angesehen und anschließend Kaffee und Kuchen im Wohnzimmer bestelllt.


Schön gemütlich, inmitten von Plüschsofas, Omasesseln, Häkeldeckchen und alten Stehlampen serviert man hier Frühstück, Kaffee, Kuchen und Cocktails in und auf stilechtem Vintage-Geschirr - auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Ort in Dresdens Neustadt.


Mal sehen, wann wir es das nächste Mal nach Elbflorenz schaffen - ein paar Punkte auf der was-wir-noch-ansehen-wollen-Liste sind noch nicht abgehakt...

Sonntag, 24. August 2014

Ein Wochenende in Berlin


Unser Wochenendtrip nach Berlin ist schon eine ganze Weile her. Anfang Mai haben wir auf dem Weg zu einer Hochzeit in Dresden für einige Tage Halt in Berlin gemacht, um dort Freunde zu treffen und ein Konzert des Konzerthausorchesters Berlin anzuhören, in dem eine Freundin spielt. Außerdem haben wir die Gelegenheit genutzt, durch einige Stadtviertel in Berlin zu laufen und ein paar netten Cafés und Läden zu besuchen.


Kaffee und Kuchen bei Cynthia Barcomi


Ganz oben auf der Liste stand das Deli von Cynthia Barcomi in den Sophie-Gips-Höfen in Mitte. Wer alle Backbücher von ihr hat, muss schließlich auch mal das Original für sich backen lassen. Das Deli liegt sehr schön und ruhig in einem Hinterhof. Und der Cheesecake ist wirklich verdammt lecker!


Ein Abend in Clärchens Ballhaus 


Feiertagsbedingt hatten in Mitte alle Läden zu - so drehten wir eine große Runde bis zum Brandenburger Tor, tranken eine Berliner Weisse am Potsdamer Platz und verbrachten den Abend in Clärchens Ballhaus (vielen Dank an Lu von Lu loves handmade für den Tipp). 2013 feierte man dort 100jähriges Jubiläum und noch heute finden regelmäßig Tanzkurse, Konzerte und Tanzabende statt - leider war drinnen kein Platz mehr frei, so dass wir nur kurz einen Blick in den Spiegelsaal und auf die dort tanzen Menschen werfen konnten. Aber auch draußen sitzt man unter den Bäumen sehr gemütlich - mit Decken gegen die Kälte und leuchtenden Lichterketten. Wirklich eine ganz besondere Location, deren Besuch wir nur empfehlen können (und die Pizza war auch sehr lecker!).


Berliner Lieblingscafé - WestBerlin am Checkpoint Charly


Dieses Mal hatten wir bewusst eine Hotelübernachtung ohne Frühstück gebucht und folgten am zweiten Tag einem Tipp der Künstlerin Sandra Juto (ein Blog mit tollen Kaffeetipps für Berlin!) und frühstückten unweit des Checkpoint Charlie im West Berlin.


Zu kaltem Hund und Bircher Müsli mit Beeren gab es leckeren Cappuccino und hinterher stöberten wir durch die Bücher- und Zeitschriftenabteilung im hinteren Bereich der Kaffeebar. Entdeckung des Tages: A delicious life, ein Buch über Lebensmittelhersteller und Restaurantbesitzer auf der ganzen Welt (oder wie es auf der Homepage des Gestalten-Verlags heißt: "A Delicious Life showcases today’s new food movement and the people behind it. The book takes us into the workplaces and minds of groundbreaking foodists who are fine-tuning cooking, baking, and brewing methods; rediscovering long forgotten ingredients; developing cutting-edge new recipes; and creating exceptional experiences around food.".

Gut gestärkt und in strömendem Regen ging's weiter zum Panoramaprojekt MAUER des Künstlers Asisi. Es zeigt einen fiktiven Herbsttag in den 1980er Jahren an der Berliner Mauer und wir waren von der Art der Darstellung so begeistert, dass wir wenige Tage später auch das Panorama in Dresden besucht haben.


Handgefertigtes und authentische Souvenirs kaufen


Wenige Meter vom Panorama entfernt findet sich Vielfach, ein kleiner Shop mit Produkten lokaler Designer und Künstler. Der Shop ist eine Fachvermietung, deshalb wechseln die Aussteller hier regelmäßig und das Sortiment ist bunt gemischt - Schmuck, Fotografie, Malerei, viel Genähtes, Taschen und und andere nette Kleinigkeiten sind in den Regalen zu finden. Wir kauften zwei schwarz-weiß Fotografien von Jens Junge/Nichtlicht Berlin; die Bilder sind auf grauen Recyclingkarton gedruckt und hängen dank Architektenklammern jetzt im Wohnzimmer.

Direkter Nachbar ist box off berlin. Hier gibt es ebenfalls Produkte von Berliner Designern zu kaufen - das Sortiment unterscheidet sich aber deutlich von dem im Vielfach - es lohnt sich also, in beiden Läden vorbeizuschauen. Im hinteren Bereich des Ladens gibt es außerdem wechselnde Ausstellungen zu sehen.


Frühstücken in Kreuzberg


Tag drei führte uns zum Frühstücken mit Freunden ins Bateau Ivre nach Kreuzberg. Von unserem Hotel am Spittelmarkt aus war der Weg ein netter Spaziergang durch das Viertel - vorbei am schoener.waers.wenns.schoener.waer, einem concept store für nachhaltiges Design am Moritzplatz.


Wir kauften noch ein paar hübsche Papierwaren, Tee in toller Verpackung und LemonAid für die Weiterfahrt nach Dresden und dann hieß es auch schon: "Tschüss Berlin, bis zum nächsten Mal!"

Dienstag, 19. August 2014

Eis in München - True and 12


Weil es so ein besonderer Ort ist und unser Herz für tolle Ideen und handgefertigte Produkte schlägt, erweitern wir für das True & 12 die Reihe "Kaffee und Kuchen in München" um die wohl beste Eislocation der Stadt.

True & 12 wird von Davina und Rony betrieben, die jeden Tag 12 tolle Eissorten in ihrem Eislabor herstellen - von Hand, ohne chemische Zusatzstoffe und nur mit den besten Zutaten. Und das schmeckt man. Egal ob Pistazie, Pfirsich-Basilikum-Sorbet oder Karamell - die Wahl fällt immer wieder schwer, alles ist ausgesprochen köstlich. Außerdem ist das Design des kleinen Lädchens wirklich sehr gelungen - ein Münchentipp mit drei Ausrufezeiten also!!!

True & 12
Rosenheimer Straße 14 (ggü. Gasteig)
81667 München
Website

Ein Tag in Meißen - Porzellanmanufaktur und Altstadt


Meißen liegt etwa 25km von Dresden entfernt. Wir haben den Sonntag unseres letzten Dresden-Besuchs im Juli für einen Ausflug in die kleine Stadt an der Elbe genutzt. Bei herrlichem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Erstes Ziel war die Porzellanmanufaktur, die am Rand der Altstadt liegt und die man zu Fuß mit einem kleinen Spaziergang vom Parkplatz am Elbufer aus einfach erreichen kann.


Die Porzellanmanufaktur in Meißen


In der Schauwerkstätten zeigen Angestellte der Manufaktur die Entstehung des weltbekannten Meissner Porzellans, das man sich im Museum noch einmal genauer ansehen kann. Die Fingerfertigkeit und Präzision ist wirklich sehr beeindruckend und wenn man einmal gesehen hat, wie aufwendig die Produktion und insbesondere Bemalung eines Zwiebelmustertellers ist, dann hat man großes Verständnis für die Preise, die man nach dem Rundgang durch die Schauwerkstätten im Shop vorfindet. Oben rechts im Bild ist übrigens ein Ausschnitt aus der Farbpalette der Manufaktur zu sehen, darunter Stücke, die aktuell im Meissen ArtCampus ausgestellt werden. Das Museum versammelt außergewöhnliche Stücke, die seit 1710 die Manufaktur verlassen haben, zeigt regionale Vorlieben für Porzellandesign und echte Klassiker.

Nach der Besichtigung, für die man einige Stunden einplanen sollte, ging's zurück in die farbenfrohe Altstadt, vorbei an skurrilen Häusern und Katzen-Street-Art.



Über Meißen, das im 10. Jahrhundert erst Marktsiedlung, dann ab dem 13. Jahrhundert Stadt war, thronen Albrechtsburg und Dom. Die Albrechtsburg gilt als der erste Schlossbau Deutschlands und wurde im 18. und 19. Jahrhundert für die Porzellanproduktion genutzt. Es lohnt sich also, entweder die Stufen des Weinhangs oder die Straße zu nehmen und sich Dom und Burg nicht nur aus der Ferne anzusehen. Außerdem hat man hier oben einen phantastischen Blick auf die Stadt, die Elbe und die Häuser auf der anderen Flussseite.





Elbsandsteingebirge - ein Touri-Tag an der Bastei


Ein Ausflug zur Bastei


Für unsere Wanderung in der Sächsischen Schweiz hatten wir uns ausgerechnet einen der heißesten Tage im Juli ausgeguckt - und deshalb wurde der Plan kurzentschlossen geändert und aus der Wanderung ein Touri-Ausflug an die Bastei. Obwohl nicht nur wir diese Idee hatten und es auf der 1851 erbauten Sandsteinbrücke zuweilen eng zuging, war der Ausflug wegen der unglaublichen Aussicht, die man auf dem Basteiaussichtsfelsen über die Elbe hat, eine gute Entscheidung.



Direkt neben der Bastei befindet sich die Felsenburg Neurathen. Diese mittelalterliche Anlage wurde im 20. Jahrhundert rekonstruiert (ein Grundriss findet sich hier) und es lohnt sich, ein wenig Zeit für den Rundgang durch die Anlage einzuplanen. Schwer vorstellbar, wie in diesem unwegsamen Gelände gebaut und gelebt wurde.



Sächsische und böhmische Schweiz


Das Elbsandsteingebirge, im deutschen Teil als "Sächsische Schweiz", im tschechischen als "Böhmische Schweiz" bezeichnet, ist ein Mittelgebirge von etwa 700qkm Größe. Auf engstem Raum finden sich hier Ebenen, Schluchten, Tafelberge und Felsreviere mit Waldgebieten. Die unterschiedlichen Standorte haben zu einer in Deutschland einzigartigen Vielfalt an Farnen und Mosen geführt. Das Gebiet wird deshalb auch auf deutscher und tschechischer Seite durch Nationalparks geschützt.


Wer sich erst mal einen Eindruck vom Elbsandsteingebirge machen will, dem sei ein Besuch der Bastei durchaus empfohlen (es schadet übrigens nicht, trotzdem festes Schuhwerk und keine Sommersandalen zu tragen!). Beim nächsten Besuch werden dann auch endlich unsere Wanderschuhe geschnürt, die Zeit der heißen Sommertage ist für 2014 ja gezählt...



Sonntag, 17. August 2014

Dresden - Rund um's Blaue Wunder


Rund um's Blaue Wunder befinden sich die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz und - wenn man Schwebe- oder Standseilbahn benutzt - auch die Stadtteile Weißer Hirsch und Oberloschwitz sowie die Elbschlösser. Wir haben diese Ecke Dresdens sowohl im April als auch kürzlich im Juli mit einem großen Spaziergang erkundet - hier kann man schöne Läden, interessante Architektur und deutsche Ingenieurskunst gleichermaßen finden und hat, bei gutem Wetter, einen herrlichen Blick über die Elbe.


Start am Blauen Wunder


Das Blaue Wunder, an dem unsere Rundgänge jeweils starteten, ist die Loschwitzer Brücke. Sie wurde 1893 als fünfte Elbbrücke erbaut und hat den zweiten Weltkrieg weitestgehend unbeschadet überstanden. Der Volksmund bezeichnet sie aufgrund ihrer hellblauen Farbe und der für ihre Entstehungszeit ungewöhnlichen Stahlbauweise ohne Stützpfeiler in der Elbe als Blaues Wunder.


Fassbrause im Schillergarten und Eierschecke im Café Toskana

Fassbrause im Schillergarten Auf dem linken Elbufer, direkt am Blauen Wunder gelegen, befindet sich die Gaststätte Schillergarten. Im großen Biergarten hat man einen schönen Blick auf die Elbe, den Stadtteil Loschwitz, die Elbschlösser und die vorbeifahrenden Elbdampfer. Immer, wenn wir in Dresden unterwegs sind, muss es einmal Fassbrause geben - auch, weil man davon so schöne Fotos machen kann.
Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Café Toskana. Nach Recherchen in Normans Familie gibt es in diesem Traditionscafé die beste Eierschecke Dresdens - auch wenn das Drumherum eher für die ältere Generation gestaltet ist.


Blasewitz selbst ist ein schönes Villenviertel und es lohnt sich, ein wenig durch die Straßen zu schlendern. Besonders idyllisch gelegen ist das Standesamt in der Goetheallee, das von einem kleinen Park umgeben ist.



Handgefertigtes in Loschwitz


Überquert man die Elbe, gelangt man in den Stadtteil Loschwitz. Unter den Läden, die sich dort finden, möchten wir besonders das Kleinod Dresden herausheben; einen liebevoll eingerichteten Laden, der handgefertigte Produkte wie Schmuck, Papeterie, Porzellan und andere schöne Dinge verkauft. Direkt daneben befindet sich das Loop, ein Laden mit ausgewählter Kleidung, Dekoration und Kleinmöbeln.


Mit der Schwebebahn nach Oberloschwitz


Mit der 1901 errichteten Schwebebahn erreicht man nach viereinhalb Minuten von Loschwitz aus den 84 Meter höher gelegenen Stadtteil Oberloschwitz. An der Bergstation kann man sich in einer kleinen Ausstellung über die technischen Details der Schwebebahn informieren und hat zudem einen fantastischen Blick über die Elbe und Dresden. Außerdem finden sich hier einige sehr schöne Häuser und Gärten - ein kleiner Rundgang durch das Viertel, bevor man die Rückfahrt antritt, sei hier ausdrücklich empfohlen.


Mit der Standseilbahn zur Bergstation Weißer Hirsch


Eine andere Möglichkeit ist es, nach kleiner Fassbrausen-Pause im Körnergarten auf der rechten Elbseite, die Standseilbahn zu besteigen, deren Talstation nur wenige Meter von der der Schwebebahn entfernt liegt. Sie bringt ihre Passagiere seit 1895 in fünf Minuten zur Bergstation Weißer Hirsch und überwindet dabei 95 Höhenmeter. Es macht Sinn, hier keinen Rückfahrschein zu lösen, sondern durch den Statdteil Weißer Hirsch in Richtung der drei Elbschlösser Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg zu laufen.


Weil wir ausgerechnet den Tag vor der Schlössernacht erwischt haben, wurden überall Bühnen, Zelte und Beleuchtung aufgebaut - deshalb war es mit dem Fotografieren etwas schwierig. Aber es gab Kuchen und Limo im Biergarten auf Schloss Eckberg, mit Blick auf die Elbe und den Weinberg.